Fallstudie

Théâtre national de l'Odéon

PoE-Switching-Lösung mit mehr als 100 Endgeräten — 8 audiovisuelle Regieräume, über OM3-Glasfaser vernetzt, in einem der sechs französischen Nationaltheater.

100+ Endgeräte 8 Regieräume 550 W PoE gesamt ~100 m Glasfaserreichweite
✓ OM3-Glasfaser ohne Dämpfung ✓ PoE+ IEEE 802.3at — 15 W/Port ✓ UDP-Synchronisation zwischen Räumen ✓ Plug & Play — keine Konfiguration
Großer Saal des Théâtre national de l'Odéon — Netzwerkinfrastruktur von Elfcam
© Benjamin Chelly — Théâtre national de l'Odéon · Paris 6. Arrondissement

Projektkontext

Der Kunde

Das Théâtre national de l'Odéon ist eines der sechs französischen Nationaltheater. Seine audiovisuelle Infrastruktur umfasst 8 kleine Regieräume, die über das Gelände verteilt sind und jeweils mit 4 bis 28 Geräten ausgestattet sind — Mischpulte, Plattenspieler, Bühnentechnik, Kameras und Workstations.

Sämtlicher Netzwerkverkehr dieser 8 Räume muss in einem zentralen IT-Regieraum zusammengeführt werden, der die Daten aggregiert und den Betrieb überwacht.

Technische Anforderungen

  • Vollständige PoE-Versorgung — alle Geräte in den Regieräumen werden über PoE-Switches gespeist
  • Reserveportkapazität — Anzahl der Ports höher als die Summe der Geräte je Raum
  • PoE+ 15 W/Nutzer — Pflicht für Räume mit 25 oder mehr Nutzern
  • UDP-Kommunikation zwischen Räumen — zur Auslösung synchronisierter Aktionen
  • Abstand ~100 m — zwischen zentralem IT-Raum und Satelliten-Regieräumen

Die drei Netzwerk-Herausforderungen

Verteilte Stromversorgung

Jeder Raum beherbergt bis zu 28 PoE-gespeiste Geräte. Die Gesamtleistung muss das anspruchsvollste Szenario abdecken: 25 Nutzer × 15 W = mindestens 375 W je betroffenem Raum.

Glasfaserreichweite von 100 m

Cat6-Kupferkabel wäre auf dieser Distanz unzureichend in einer Umgebung, in der Bühnenbeleuchtung und Beschallung elektromagnetische Störungen erzeugen. OM3-Glasfaser sorgt für verlustfreie Übertragung.

Echtzeit-Synchronisation

Die Räume müssen koordinierte Automatisierungen (Ton, Licht, Motorik) über UDP-Multicast auslösen. Die Latenz muss minimal sein — mit Einsteigergeräten nicht zu erreichen.

Von Elfcam umgesetzte Lösung

1
Technisches Audit & Dimensionierung
Elfcam hat die Anforderungen Raum für Raum analysiert — Anzahl der Geräte, PoE-Verbrauch, Distanzen, Synchronisationsanforderungen — und so eine präzise Dimensionierung ohne Überinvestition vorgeschlagen.
2
Einsatz eines zentralen 24-Port-PoE-Switches
Im zentralen IT-Raum wird ein Glasfaser-PoE-Switch mit 24 Ports installiert. Er verwaltet die 8 SFP-1G-Uplinks zu den Satellitenräumen und zentralisiert die Netzwerküberwachung.
3
8 PoE-Switches in den Regieräumen verteilt
Jeder Raum erhält einen auf seine Bedürfnisse dimensionierten PoE-Switch (4 oder 8 Ports). Alle versorgen die Geräte mit PoE+ (15 W/Port) und gewährleisten die Anbindung an den zentralen Raum über OM3-Glasfaser.
4
OM3-Glasfaserverkabelung über ~100 m — kein Signalverlust
OM3-Duplex-Kabel mit LC/UPC verbinden jeden Raum mit dem Netzwerkkern. Die Glasfaser eliminiert elektromagnetische Störungen der Bühnenausrüstung und garantiert eine hochwertige Übertragung über die gesamte Länge.

Netzwerkarchitektur

WAN / InternetAnbieter-Verbindung
PoE-Switch 24 PortsZentraler IT-Raum
OM3-Glasfaser · ~100 m8 Uplinks 1G SFP
8 × PoE-SwitchRegieräume
100+ GerätePoE+ 15 W/Port
Parameter Wert Technisches Detail
Regieräume8Von 4 bis 28 Geräten pro Raum
Gesamtzahl Endgeräte100+Davon 25+ Nutzer im großen Saal
Glasfaserdistanz~100 mOM3-Duplex-Kabel LC/UPC
PoE-Gesamtleistung550 WMindestanforderung: 325 W (25 × 15 W)
PoE pro Port15 WIEEE 802.3at (PoE+)
Protokoll zwischen RäumenUDP-MulticastSynchronisierte Aktionen in Echtzeit
Uplink-TransceiverSFP+ 10G850 nm — OM3/OM4 — max. 300 m
Großer Saal des Théâtre national de l'Odéon — Glasfaser-Netzwerkinfrastruktur von Elfcam

Hauptsaal. Frontansicht — die Netzwerkinfrastruktur versorgt alle Garderoben und technischen Räume an der Fassade. © Benjamin Chelly.

Netzwerktopologie — zentraler Glasfaser-PoE-Switch verbunden mit 8 verteilten Switches über OM3-Kabel

Netzwerktopologie. Zentraler PoE-Switch mit 24 Ports, verbunden mit den 8 verteilten Switches über OM3-Kabel auf ~100 m.

Erzielte Ergebnisse

Netzwerk betriebsbereit an T+1

Dank der Plug-&-Play-Switches erforderte die Bereitstellung keinerlei Netzwerkkonfiguration. Die Installation in allen 8 Räumen wurde an einem Tag abgeschlossen.

69 % PoE-Leistungsreserve

550 W bereitgestellt für 325 W erforderlich — eine Kapazitätsreserve, die Lastspitzen abfedert und das spätere Hinzufügen von Geräten ohne neue Infrastruktur ermöglicht.

Zuverlässige Bühnensynchronisation

Die niedrige Latenz der unmanaged Switches garantiert UDP-Auslösungen in Echtzeit zwischen den 8 Räumen — Licht, Ton und Motorik perfekt aufeinander abgestimmt.

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